Dor klaane Prinz auf Erzgebirgisch

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Das erzgebirgische Wort "(C) Längen"



Lange Vokale werden werden immer dann gesondert gekennzeichnet, wenn diese Kennzeichnung auch in der Standardschrift vorliegt. Dies erfolgt übereinstimmend mittels Doppelvokale oder der Dehnungsangabe -h [1]. Der Vokal i wird durch ie (langes i) gedehnt; auch dann, wenn sich bereits ein -h anschließt [2]. Ist der mundartlich lange Vokal im Hochdeutschen kurz, so erfolgt eine entsprechende Dehnungskennzeichnung in der Mundartschrift. Hier ist jeweils unter Berücksichtigung von (B) zu entscheiden, ob dies mittels Doppelvokal oder -h bzw. ie oder ieh geschieht [3].

Lange Vokale, die in der Standardschrift ungekennzeichnet bleiben, werden ebenfalls nicht separat gekennzeichnet [4]. Auch dann, wenn ein Vokalwechsel eintritt. Kommt es durch den Vokalwechsel zu Doppeldeutigkeiten, erfolgt indes die lange Kennzeichnung [5].

Beispiele:
[1] is Rohr (Rohr), is Gahr (Jahr), ↗meh (mehr), is Mahl (Mehl), is Maar (Meer), dr Fahlr (Fehler), de Kuhln (Kohlen), de Soot (Saat), huhl (hohl) [2] hie un do (hier), gieht (geht), stieht (steht) [3] miet (mit), iech (ich), soot (satt), Maa (Mann), kaa (kann) [4] dr Brud (Bruder), dr Brotn (Braten) [5] nooch (nach - Verschwechslung mit noch)



Weitere erzgebirgische Wörter:


Ustrn, is
Ostern

vrtu1, sich
sich vermachen, sich irren, sich vertun <Verb>
Ich habe mich mit der Uhr versehen, konntest du denn die Zeit nutzen? Iech hob miech mit dr Uhr vrtaa, konntste dee de Zeit vrtu?

steinhart <Adj.>
Der Bauch war steinhart, die mussten gleich operieren. Dar Bauch war stahort, die musstn glei operiern.

X-Beine [koerper]

trocken <regelm.> <Adj.>
Deine Wäsche ist längst trocken. Deine Wäsch is schu lang treich. Denkst du nicht, dass der Kuchen zu trocken ist? Denkste net, dass dar Kuchn ze treich is?

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