Erzgebirgisch Deutsches Wörterbuch

Das erzgebirgische Wort "(G) Umlaute"




Umlaute sind nur dann zu verwenden, wenn diese auch im Hochdeutschen ständen oder wenn kein Vokal dafür gesetzt werden kann [1]. Wird ü zu langem i kommt es zu einer gesonderten Kennzeichnung als langer Vokal [2].

Beispiele:
[1] de Äppln (Äpfel), zähln (zählen), dr Kenig (König), hechr (höher), Behme (Böhmen), Berschtn oder Bürschtn oder Börschtn (Bürsten), Sprichl (Sprüchchen), de Werscht (Würste) [2] frieh (früh), grie (grün)



Weitere erzgebirgische Wörter:


eben (siehe ahm)
Erst ging es hoch, aber oben ging es wieder eben hin. Erscht gings huch, abr uhm gings wiedr ehm hie. Man kann eben nicht drin stecken. Mr kaa ehm net drinne stackn. Ich habe bezahlt, nun sind wir aber ausgeglichen. Iech hob bezohlt, nu sei mr abr ehm.

die Sträucher
Ich habe keine Bäume, nur Sträucher. Iech hob keene Baam, bluß Streichr.

Leis, de
die Läuse
die Blattläuse; die Filzläuse de Blattleis; de Filzleis

zum Großteil
Das ist zum Großteil auseinander. Dos is holb ausenanner.

nebenbei
Ich sag dir bloß nebenbei, was wir so nebenher gemacht haben. Iech saa dr bluß nambei, wos mr su namhar gemacht ham.

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