Erzgebirgisch Deutsches Wörterbuch

Das erzgebirgische Wort "Miel, de"




Miel, de
Mühle
Iech hul de Braat aus dr Schneidmiel. ... Ich hole die Bretter aus der Schneidmühle (Sägewerk).
Mit dar Miel kimmste net durchn TÜV. ... Mit diesem mangelhaften Auto kommst du nicht durch den TÜV.
Die ham uns durch de Miel gedreht, die wolltn olles wissn. ... Die haben uns ausgequetscht, die wollten alles wissen.
Druhm uffn Barg stand ne ganz gruße Windmiel. ... Droben auf dem Berg stand eine ganz große Windmühle.


Dor klaane Prinz

„Mach’s gut“, saht dor Fuchs. „Hierde is mei Geheimnis. Dos is ganz aafach: Mer ka ner miet’n Herz gut sah. Of wos es werklich akimmt, dos sanne de Aang net.“

Bald ist es soweit! Am 4. November 2019 erscheint der kleine Prinz auf Erzgebirgisch. Die limitierte Auflage wird nur 300 Exemplare umfassen und 16,- € kosten. Vorbestellungen sind im Buchhandel unter der ISBN 978-3-947994-29-8 oder direkt bei uns unter prinz@erzgebirgisch.de möglich.

Weitere erzgebirgische Wörter:


Ladr, is
das Leder
vom Lader lossn ... vom Leder lassen, voll abgehen [tanzvergnuegen]
Gestrn Ohmd in Kino war de Ladrgack wag. ... Gestern Abend im Kino war die Lederjacke weg.

Gaucksn2, is
lauter Gesang, Geschrei
S war kä Gesang, s war blus e Gaucksn. ... Es war kein Gesang, es war nur ein Geschrei.

waten; voten (Abgabe einer Stimme) <Verb>
E Stickl musstn mr durchn Schlamm wotn. ... Ein Stück mussten wir durch den Schlamm waten.
Opa, du musst fier unnre Band aa miet wotn. ... Opa, du musst für unsere Band auch deine Stimme mit abgeben. (Voten)

Kro, de
die Krähe; übertragen auch alte hässliche Frau

lautstark essen, mit offenen Mund kauen <Verb>

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