Erzgebirgisch Deutsches Wörterbuch

Das erzgebirgische Wort "schiegln"




schielen <Verb>
Seit wann schieglst dee du? ... Seit wann schielst denn du?
Iech schiegl gor net, dos is de Sonn. ... Ich schiele gar nicht, das ist die Sonne.
Seit dr Schulzeit schiegl iech. ... Seit der Schulzeit schiele ich.



Weitere erzgebirgische Wörter:


Zackn, de
Zacken, Zähne; Unebenheiten
Namm de Feil, do sei noch Zackn dra! ... Nimm die Feile, da sind noch Unebenheiten dran!
Dan fillt doch nu warklich kee Zackn aus dr Krone. ... Dem fällt keine Perle aus der Krone. (Sprichwort)
Greif ja net in de Zacknredr! ... Greif ja nicht in die Zahnräder!

Krokusse (in Drebach: nackte Jungfern)

mit Rauhreif überziehen <Verb> [wetter]
de Baam sei agereimlt <)) ... die Bäume sind mit Rauhreif überzogen

Gingste, de/dr
die/der Jüngste
dar is a net mehr dr Gingste ... der ist auch nicht mehr der Jüngste

Fliesch, de
Fliege
Gesch mol die Flieng vom Kuhng. ... Jag mal die Fliegen vom Kuchen.
Iech hob enne mannliche Fliesch drschlogn, die soß uffn Bierglos. ... Ich habe eine männliche Fliege erschlagen, sie saß auf dem Bierglas.

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