Erzgebirgisch Deutsches Wörterbuch

I wie Imstandskastn - Do kammr nischt reituh, sonnrn nur dra vrzweifle


Mundartlich hat sich ein unbetontes "i" in einigen Wörtern hinter "r" und "l" gemogelt: "Milich" (Milch), "Kolich" (Kalk), "Sorich" (Sorge). Vom Wortursprung her ist es gegenüber dem schriftdeutschen beispielsweise noch in "monichr" (mancher) enthalten. Ansonsten tritt das "i" auch häufig an Stelle von "ü": "iwr" (über), "Kinste" (Künste); an Stelle von langem "e": "giehe" (gehen), "stiehe" (stehen); und an Stelle von "ö": "schie" (schön). In Fremdwörtern wird unbetontes "i" häufig zu unbetontem "e": "profetiern" (profitieren), "Presetent" (Präsident).

Dor klaane Prinz

„Mach’s gut“, saht dor Fuchs. „Hierde is mei Geheimnis. Dos is ganz aafach: Mer ka ner miet’n Herz gut sah. Of wos es werklich akimmt, dos sanne de Aang net.“

Bald ist es soweit! Am 4. November 2019 erscheint der kleine Prinz auf Erzgebirgisch. Die limitierte Auflage wird nur 300 Exemplare umfassen und 16,- € kosten. Vorbestellungen sind im Buchhandel unter der ISBN 978-3-947994-29-8 oder direkt bei uns unter prinz@erzgebirgisch.de möglich.

verübelnd; etwas, was ein anderer tut, mit Verärgerung aufnehmen, empfindlich darauf reagieren
über; über- [vorsilben]
überflüssig
überhaupt
überlebt
überleben
überall
der Überzieher (Mantel); Kondom, Präservativ
ich
gemein; eingeschnappt
gucken, schauen
älter
heimlich gucken, spähen
um, um- (Vorsilbe) [vorsilben]
um
um und um
umgehen
umgraben
umschauen
umkrempeln
umkommen
um und um
rundherum, rund [orte]
umsonst; 1. ohne Gegenleistung (kostenlos); 2. ohne die erwartete oder erhoffte [nutzbringende] Wirkung; vergebens, vergeblich
immer [zeiten]
umsehen
umso
umgraben
umständlicher Mensch
Imzuch, dr
Umzug
-ung (Endung wie in Wuhning, Ordning)
Innernächte (Zeitraum vom ersten Weihnachtsfeiertag bis Hochneujahr) [brauchtumkirche]
innendrin, inwendig
Talglicht
ist sie
ist es
ist er
jetzt [zeiten]
jetzt, heutzutage